timlin: somebody else´s desire is always a wild cat
Spanien, Oktober 2004- für einige Sekunden völliger Stillstand der Zeit,
Null-Zeit- endlich vollendet- ein Prozess der Suche, des Findens, des
Verwerfens und des Weitermachens- das zusammengetragen, was sich in einem
verstreuten Zustand befand- gestalten- ich bin froh, glücklich und gleichzeitig
seltsamerweise auch leer, total erschöpft- alles gegeben- aus einer Arbeit
wird immer eine hundertfache, eine tausendfache Arbeit: diese Riesenarbeit
steht ja in keinem Verhältnis mehr zur Anfangsidee- wie geht das zusammen?-
die höchsten Augenblicke sind naturgemäß immer die kürzesten, überhaupt
allerkürzesten Augenblicke- doch von unbeschreiblicher Schönheit- und
irgendwie ist das Ende wieder nur ein neuer Anfang- wie war das doch gleich:
"die Vorstellung einer Sache ist immer schöner als die Wirklichkeit"- es lebe
die Hoffnung, die uns ständig vorantreibt- können wir das Unbekannte benutzen,
um das Bekannte unbekannt zu machen?- und dann das Gefühl, plötzlich sehr
lebendig zu sein- Faszination für das Überraschende, das vor Vielfalt und
lebendiger Bewegung Schimmernde- alte und Sicherheit gebende Gewohnheiten
ablegen- man übereilt rasch etwas und macht es dabei zunichte, zerstört
es- sich Zeit nehmen für das Wesentliche, für das Wichtigste, die
Bedeutung dessen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werde- gibt
es zwischen Ordnung und Unordnung einen Gegensatz?, der Nicht-Widerspruch
zwischen Ordnung und Unordnung- die Welt, das Reale, ist kein Objekt,
sie ist ein Prozess.
